Am 25. Juli 2026 fand der Andrea-Gebhard-Wettbewerb zum 19. Mal an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl statt. Der Wettbewerb bietet jungen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, ihr Können vor einer fachkundigen Jury zu präsentieren. Beim anschließenden Preisträgerkonzert zeigten die ausgezeichneten Talente die große musikalische Vielfalt und das hohe Niveau des Wettbewerbs.
Preisträger
Erster Platz (geiteilt)
Andre Schneider – Keyboard
Carl von Wrochem und Fritz Kuntner – Violinduo
Zweiter Platz
Veronika Glas und Laura Keller – Querflöte
Dritter Platz
Katharina Kaneider – Gesang
Förderpreise:
Posaunenensemble (Linus Burkhardt, Rebekka Hundsdorfer, Florian Ott, Constantin Sperr, Jessica Wiegand)
Duo (Elin Jakobsche – Altsaxophon, Valentin Kenntner – Klavier)
Hier der Artikel von Julia Bergmeister aus der FLZ zum Nachlesen:
Ein Violinenduo und ein Keyboarder überzeugten die Jury
Zum 19. Mal fand das Preisträgerkonzert des Andrea-Gebhard-Wettbewerbs im Konzertsaal der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl statt
DINKELSBÜHL – Die Zuhörenden beim Preisträgerkonzert am zweiten Kinderzechsamstag erlebten einen besonderen Musikabend. Beeindruckend waren das hohe Niveau und die musikalische Vielfalt.
Der Leiter der Berufsfachschule für Musik, Prof. Dr. Michael Spors, dankte der Namensgeberin und Stifterin der Veranstaltung, Andrea Gebhard. Die aus Dinkelsbühl stammende Präsidentin der Bundesarchitektenkammer zieht es einmal im Jahr aus München zurück in die alte Heimat, um junge Musikerinnen und Musiker zu unterstützen. Michael Spors hob das hohe Niveau der diesjährigen Wettbewerbsteilnehmer hervor.
In ihrer Laudatio betonte Andrea Gebhard, dass es wichtig sei, das kulturelle Leben überall zu fördern, nicht nur in den großen Metropolen. Man muss feiern, „was in der Schule alles geschieht und was man miteinander erleben kann“, so Gebhard. Bereits am Nachmittag fand ein Vorentscheid statt: Dabei wurden das Posaunenensemble und ein Duo aus Klavier und Altsaxophon mit einem Förderpreis ausgezeichnet.
Die vier weiteren Teilnehmer durften am Preisträgerkonzert am Abend teilnehmen. Eröffnet wurde der musikalische Teil mit einem Vortrag von Veronika Glas und Laura Keller auf der Querflöte. Sie trugen „Andante et Rondo, Op. 25“ von Albert Franz Doppler vor. Die beiden jungen Musikerinnen überzeugten durch einen technisch versierten Vortrag. Vor allem die schnellen Läufe wurden meisterhaft umgesetzt. Das Zusammenspiel mit dem Pianisten funktionierte hervorragend. Am Ende belegten sie einen verdienten zweiten Platz.
Es folgte ein Gesangsauftritt von Katharina Kaneider. Mit dem selbstkomponierten Song „Fake Emotions“, in dem sie die falsche Nutzung sozialer Medien thematisierte, belegte sie am Ende den dritten Platz.
Andre Schneider stieg am Keyboard mit einer eigenen, reharmonisierten Version von Chick Coreas „Spain“ in den Wettbewerb ein. Auch beim zweiten Stück von Maurice Ravels Klavierkonzert in G-Dur, 2. Satz, bei dem er mit einem Synthesizer ein eigenes Play-back kreierte, konnte er das Publikum überzeugen und lag am Ende auf einem geteilten ersten Platz.
Denn auch das Violinenduo Carl von Wrochem und Fritz Kuntner ging am Ende als Erstplatzierte aus dem Wettbewerb hervor. Mit Sergej Prokofjews Sonate für zwei Violinen in C-Dur Op. 56 hatten sich die beiden ein äußerst anspruchsvolles Stück ausgesucht. Im Andante beeindruckten sie durch perfektes Violinenspiel. Sie nutzten die musikalischen und technischen Möglichkeiten ihrer Instrumente und überzeugten vor allem im Bereich der hohen Töne durch ihre überragende Technik.
Mit dem Walzer von Dmitri Schostakowitsch geleiteten sie ihr Publikum in ruhigeres Fahrwasser. Es klang melodisch und einprägsam, basierend auf dem gelungenen Zusammenspiel mit der Pianistin. Ein verdienter erster Platz für die zwei Geigenvirtuosen.
Spors dankte allen Spendern, die zum Erfolg des Wettbewerbs beitrugen. Die Jury, so der Schulleiter, hatte sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht.
Die Qualität eines Musikbeitrages ließe sich nicht, wie beim Sport, durch Meter oder Sekunden messen. Sie läge immer im Auge und Ohr des Betrachters.
Den Zuhörern und Zuhörerinnen wurde ein kurzweiliger, niveauvoller Abend geboten. Beeindruckend war die musikalische Vielfalt mit Beiträgen aus verschiedenen Genres. Man freut sich schon auf den 20. Wettbewerb am zweiten Kinderzechsamstag 2027.


